06.03.2026
Zwischenruf zu Israel: Purim wird zu unserem gemeinsamen Fest
Das Purimfest erinnert an Esthers Rettung Israels. Der Autor sieht Parallelen zur wachsenden Verbundenheit zwischen Iranern und Israel. Er dankt denen, die dem Volk helfen, hofft auf Irans Befreiung und vertraut auf Gottes kommende Herrschaft.

Ich spreche gerne mit Kindern über das Purim-Fest, das Juden gerade weltweit feiern. Es erinnert an die Zeit der Königin Esther in Persien, als Haman plante, das jüdische Volk zu vernichten – doch sein Plan fiel auf ihn selbst zurück, und er selbst kam um.
Dieses Fest bewegt mich besonders im Blick auf den aktuellen Krieg im Iran. Seit mehreren Jahren sehen wir bei fast jeder iranischen Demonstration die israelische Flagge neben der iranischen. Eine historisch tief verwurzelte Verbundenheit mit dem jüdischen Volk wird neu sichtbar. Ich sehe dies im Licht von 1. Mose 12,3, wo Gott zu Abraham sagt: „Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen.“ Ich beobachte, wie mein iranisches Volk zu dieser alten Liebe zu Israel zurückkehrt – und zunehmend Gottes Schutz erfährt.
Wie die Medien berichten, wurde in diesen Tagen der „zweite Haman“, Ajatollah Chamenei, getötet. Vom Geist her war er ein Amalekiter, der großes Leid über den Iran gebracht hat und Israel vernichten wollte. Für mich ist es ein Zeichen der Gnade Gottes, dass Er nicht nur an der Seite Seines Volkes Israel steht, sondern auch uns im Blick hat und uns gegen das Böse aus den eigenen Reihen schützt.
Die zeitliche Nähe zu Purim empfinde ich als bedeutsam. Nächstes Jahr werden wir Purim im doppelten Sinne feiern, die Vernichtung zweier Hamans – der erste war gegen das jüdische Volk, der zweite gegen das jüdische und das iranische Volk.
Von Herzen danke ich den mutigen israelischen und amerikanischen Soldaten, die ihr Leben riskieren, um meinem Volk zu helfen. Meine Gebete sind bei ihnen und bei der israelischen Bevölkerung, die erneut Schutz in Bunkern suchen muss - und natürlich auch bei meinem iranischen Volk, dem es hoffentlich bald gelingen wird, die Diktatur zu überwinden.
Mit Freude sage ich euch: Der Thron der Königsherrschaft Gottes, wie in Jeremia 49 verheißen, ist auf dem Weg - er wird im Iran aufgerichtet werden!
Von Bruder Rafael, einem iranischen Christen, der in Deutschland lebt.