15.12.2025

Zwischenruf zu Israel: Ein Zeichen setzen

Viele Besucher wünschen „viel Spaß“, doch die Autorin sehnt sich nach Christen, die Israel aus biblischer Überzeugung unterstützen und für die Region beten. Der Gruß „Nächstes Jahr in Jerusalem“ soll ein bewusstes Zeichen der Verbundenheit sein.

„Dann wünsche ich dir noch viel Spaß!“ Immer wieder höre ich diesen Satz von Reisenden aus Deutschland, wenn wir uns im Rahmen ihres Israel-Besuches winkend oder umarmend verabschieden. Viele kommen regelmäßig, manche zum ersten Mal. Sie fahren, ich bleibe.

Oft ertappe ich mich dabei, wie nach dem Gruß ein fahler Nachgeschmack in mir zurückbleibt. Denn ich wünsche mir, dass mehr Christen sich bedingungslos an die Seite Israels stellen und anfangen, konkret für Israel und seine Nachbarstaaten und -völker zu beten – unabhängig von eigenem Spaß oder positiven Urlaubserlebnissen.

Nicht, weil Israel wichtiger wäre als andere Völker. Auch nicht, weil Israel richtiger handeln würde als andere Staaten. Sondern weil Christen ihre

Bibel ernst nehmen. Weil „Gott sich selbst einen Namen machen wollte“ und er sich „Israel für ewig zum Volk gemacht“ hat (1. Chronik 17,21).

Gerne möchte ich uns den alten jüdischen Pessach-Gruß in Erinnerung rufen: „Nächstes Jahr in Jerusalem!“ Vielleicht treffen wir uns ja hier? Und zwar nicht, weil es Spaß macht. Sondern um ein Zeichen zu setzen. Denn Gott hatte einen Plan, als er sich das Volk Israel erwählt hat – für ewig.

 

Merle Hofer lebt seit 2013 in Jerusalem. Sie arbeitet als Journalistin für das Nachrichtenportal israelnetz.com und ist Mitglied im AK-Israel.