06.11.2026
Zwischenruf zu Israel: Zu politisch?
„Das Israelthema lassen wir lieber.“ Doch ist Schweigen wirklich eine Option? Ein Plädoyer dafür, warum Christen in der Israelfrage Haltung zeigen sollten, auch wenn das Konflikte mit sich bringt.
Das Israelthema lassen wir, wir wollen ja nicht zu politisch werden.“ Das höre ich oft. Ich verstehe, dass man Konflikte vermeiden will. Andererseits führt der Glaube in Konflikte. Die Frage ist: Welche Konflikte kann man umgehen und welche sind Konsequenz unseres Auftrags? Klären wir das in der Israelfrage. Wir wissen aus der Bibel, dass Israel Gottes Bundesvolk und Gott der Gott Israels ist. Wir wissen, dass die Juden seit ca. 120 Jahren in ihr Land zurückkehren, wie es die Propheten Israels vorhergesagt haben. Wir wissen, dass der Staat Israel Mitglied der UN und – ähnlich wie wir – als freiheitlich demokratischer Rechtsstaat verfasst ist. Wir wissen auch, dass die Christenheit über Jahrhunderte zu den großen Judenfeinden gehörte. Wir wissen von der Katastrophe des Holocaust und dass der radikale Islam ihn wiederholen will (7. Oktober). Und wir sehen, dass inzwischen auch im Westen unverhohlen zur Vernichtung Israels aufgerufen wird. Da sind sie wieder, die Judenfeindschaft und der Israelhass. Daher: Wenn Gott zu seinem Volk steht, müssen auch wir zu Israel stehen. Das wird unseren Gemeinden aber nicht schaden. Im Gegenteil! Es ist ein Segensweg (1. Mose 12,3).